15.03.2004
Von der vorübergehenden Nichtverfügbarkeit der Ariane 5 für kommerzielle Missionen als Folge des Fehlstarts einer Ariane 5ECA im Dezember 2002 profitierte vor allem der Startanbieter ILS. So wurde auch der Start von EUTELSAT W3A auf eine des Proton-M 8K82KM mit Bris-M 14S43 Endstufe umgebucht. Am 15.03.2004 hob die Rakete von Baikonur ab und beförderte ihre Nutzlast auf eine geostationäre Transferbahn. Der von EADS Astrium auf Basis der neuen Eurostar 3000S Plattform gebaute Satellit manövrierte dann auf eine Synchronbahn über 7° Ost, wo er mit anderen Satelliten der EOTELSAT Flotte ko-positioniert wurde. Seine Kapazität betrug 42 Ku-Band und 2 Ka-Band Transponder. Vielfältige Telekommunikationsangebote, darunter DVB (Digital Video Broadcasting), Multimedia, Breitband- Internetzugang und „pay-per-use” Datennetze für Unternehmen in Europa und Afrika, gehörten zum Leistungsspektrum des Satelliten. Mit seiner Indienststellung Mitte Mai 2004 verdoppelten sich praktisch die verfügbaren Kapazitäten auf der wichtigen 7° Ost Position. Eine wichtige Rolle spielte der Satellit bei der Entwicklung neuer Angebote für den afrikanischen Kontinent.



Raumfahrtchronik