Olafs Raumfahrtkalender

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Home Trägerraketen Ariane 44LP
Trägerraketen
Gesamtsystem
NationEuropa (ESA) 
Bezeichnung(en)Ariane 44LP, AR-44LP 
Entwicklungszeitraum1982-1988 
erster Start15.06.1988 
Einsatzzeitraum1988-2001 
Stufenzahl3 + 2 Feststoffbooster + 2 Flüssigkeitsbooster 
max. Gesamthöhe58,40 m  
Basisdurchmesser3,80 m 
max. Nutzmasse3.700..3.825 kg (GTO)
6.600 kg (185 km Kreisbahn@55°)  
Leermasse 
Treibstoffmasse 
Startmasseca. 420.000 kg 
Startschub4.425 kN 
Feststoff-Starthilfen
Hersteller 
Bezeichnung(en)2 Feststoffbooster PAP 
Längeca. 12,2 m 
Durchmesserca. 1,1 m 
Leermasseje ca. 3.060 kg 
Treibstoffmasseje ca. 9.500 kg 
Gesamtmasseje ca. 12.560 kg 
Antriebje 1 Feststofftriebwerk BPD 
TreibstoffFeststoff HTPB 
Startschubje 720 kN  
spezifischer Impuls (Seehöhe) 
Brenndauer34 s  
Flüssigkeits-Starthilfen
Hersteller 
Bezeichnung(en)2 Flüssigkeitsbooster PAL 
Längeca. 16,0 m  
Durchmesserca. 2,2 m 
Leermasseje ca. 4.300 kg 
Treibstoffmasseje ca. 39.000 kg 
Gesamtmasseje ca. 43.300 kg  
Antriebje 1 Flüssigkeitstriebwerk SEP „Viking VI” 
TreibstoffUDMH (UH25) + Stickstofftetroxid 
Startschubje 666 kN 
spezifischer Impuls (Seehöhe) 
Brenndauer135..143 s 
1. Stufe
Hersteller 
Bezeichnung(en)L220 
Länge23,60 m 
Durchmesser3,80 m 
Leermasse17.520 kg  
Treibstoffmasse226.060 kg 
Gesamtmasse243.580 kg 
Antrieb4 Flüssigkeitstriebwerke SEP „Viking V” 
TreibstoffUDMH (UH25) + Stickstofftetroxid 
Startschub2.689 kN  
spezifischer Impuls (Seehöhe)248 s 
Brenndauer204 s 
2. Stufe
Hersteller 
Bezeichnung(en)L34 (L33B) 
Länge11,44 m  
Durchmesser2,60 m 
Leermasse3.360 kg  
Treibstoffmasse33.100 kg  
Gesamtmasse38.460 kg  
Antrieb1 Flüssigkeitstriebwerk SEP „Viking IV” 
TreibstoffUDMH (UH25) + Stickstofftetroxid 
Vakuumschub785 kN 
spezifischer Impuls (Vakuum)296 s 
Brenndauer124..131 s 
3. Stufe
Hersteller 
Bezeichnung(en)H10  
Länge inkl. Adapter und VEB9,87 m 
Stufendurchmesser2,60 m 
Leermasseca. 1.630 kg  
Treibstoffmasseca. 10.700 kg  
Gesamtmasseca. 12.310 kg 
Antrieb1 Flüssigkeitstriebwerk SEP HM7B 
TreibstoffFlüssigwasserstoff + Flüssigsauerstoff 
Vakuumschub63 kN 
spezifischer Impuls (Vakuum)445 s 
Brenndauer720..769 s 
Nutzlastverkleidung
Länge über Endstufeca. 13,5 m  
max. Durchmesser4,00 m 
Konstruktionsmasse805..915 kg 
ariane_44lpVon der ESA in Auftrag gegebene Studien zeigten bereits Anfang der 80er Jahre, daß die Nutzlastkapazität der zu diesem Zeitpunkt noch in der Erprobung befindlichen Ariane 1 bald den Erfordernissen des entstehenden kommerziellen Satellitenmarktes nicht mehr genügen würde. Am 15.10.1981 beschloß das französische Kabinett daher die Weiterentwicklung bis zur Ariane 4 und am 08.04.1982 stimmte dem auch die Ratsversammlung der ESA zu. Zunächst wurden die bereits beschlossenen Versionen Ariane 2 und Ariane 3 realisiert. Deren Weiterentwicklung, die Ariane 4, umfaßte eine ganze Familie von sechs Versionen. Die Basis bildete die Ariane 40, praktisch eine Ariane 2 mit verlängerter Erststufe und größerer Nutzlastverkleidung. Dazu kamen die Ariane 42P mit zwei Feststoffboostern, vergleichbar der Ariane 3, die Ariane 44P mit vier Feststoffboostern, die Ariane 42L mit zwei Flüssigkeitsboostern, die Ariane 42LP mit einem Mix aus je zwei Feststoff- und zwei Flüssigkeitsboostern und schließlich die Ariane 44L mit vier Flüssigkeitsboostern. Die Feststoffbooster PAP wurden von der italienischen Firma BPD auf der Basis der bei der Ariane 3 eingesetzten Version PAA entwickelt und unterschieden sich hauptsächlich durch den größeren Vorrat an Treibstoff Flexadine CTPB 16-13. Dagegen waren die Flüssigkeits-Zusatztriebwerke PAL eine Neuentwicklung der deutschen MBB-ERNO auf der Basis des Erststufenantriebes Viking V. Mit einer geänderten Düsengeometrie entstand daraus das Viking VI für die Booster. Die Zweitstufe L33 bzw. L34 wurde nahezu unverändert von der Ariane 2/3 übernommen, ebenso die Drittstufe H10. Diese wurde jedoch in der Folge mehrfach modifiziert, was zu den leistungsfähigeren Modellen H10+ und H10-III führte. Insgesamt erfolgten in den mehr als 10 Jahren Einsatzzeit der Ariane 4 eine Reihe von Modifikationen, so daß die angegebenen technischen Daten bei den verschiedenen Missionen mehr oder weniger stark abweichen. Ursprünglich war der Erstflug der Ariane 4 in der Version Ariane 44LP bereits für Anfang 1987 geplant gewesen, der Fehlstart einer Ariane 2 im Mai 1986 führte jedoch zu einer mehr als 16-monatigen Zwangspause des gesamten Programms. Der Jungfernflug fand daher erst am 15.06.1988 statt. Noch vor Ende des Jahrtausends war die Ablösung der Ariane 4 durch die Neuentwicklung Ariane 5 geplant. Doch auch diese verzögerte sich zunehmend und so fand der letzte Start einer Ariane 4 erst 2003 statt.



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