Olafs Raumfahrtkalender

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Home Trägerraketen Atlas-Able
Trägerraketen
Gesamtsystem
NationUSA 
Bezeichnung(en)Atlas-Able 
Entwicklungszeitraum1958-1959 
erster Start24.09.1959 (Fehlstart) 
Einsatzzeitraum1959-1960 
Stufenzahl3½ 
Gesamthöhe28,80..32,77 m  
Basisdurchmesser3,05 m 
max. Nutzmasse700 kg (500 km Kreisbahn)
200 kg (Flugbahn zum Mond)  
Leermasse 
Treibstoffmasse 
Startmasseca. 112.400...113.100 kg  
Startschub1.600 kN 
1. Stufe
HerstellerConvair Division of General Dynamics 
Bezeichnung(en)Atlas D (Atlas C)  
Länge20,65 m (20,54 m) 
max. Durchmesser3,05 m 
Leermasse 
Treibstoffmasse 
Gesamtmasseca. 110.000..120.000 kg 
Antrieb1 Flüssigkeitstriebwerk Rocketdyne MA-2 (Rocketdyne MA-1) 
TreibstoffKerosin RP-1 + Flüssigsauerstoff 
Starttriebwerke2 x LR-89 NA5 (LR-89) 
Startschub1.360 kN (1.335 kN) 
spezifischer Impuls (Seehöhe) 
Brenndauer130 s (125 s) 
Marschtriebwerk 
Startschub272 kN (270 kN) + 2 x 4,5 kN 
spezifischer Impuls (Seehöhe) 
Brenndauer260 s (258 s) 
2. Stufe
Hersteller 
Bezeichnung(en)Able 
Länge mit Gerätesektion5,79 m  
max. Durchmesser0,84 m 
Leermasse 
Treibstoffmasse 
Gesamtmasse2.110 kg 
Antrieb1 Flüssigkeitstriebwerk Aerojet General AJ-10-101A 
TreibstoffUDMH + weißrauchende Salpetersäure (IWFNA) 
Vakuumschub33 kN 
spezifischer Impuls (Vakuum) 
Brenndauer100..120 s 
3. Stufe
Hersteller 
Bezeichnung(en)Able 5 (Able 4)  
Länge1,53 m (1,52 m) 
Triebwerksdurchmesser0,46 m 
Stufendurchmesser0,84 m 
Leermasse 
Treibstoffmasse 
Gesamtmasse254 kg (250 kg) 
Antrieb1 Feststofftriebwerk ABL X248-A2 (ABL X248-A1)  
TreibstoffFeststoff 
Vakuumschub14 kN (10 kN) 
spezifischer Impuls (Vakuum) 
Brenndauer38..42 s 
Nutzlastverkleidung
Länge über Endstufe4,60 m 
max. Durchmesser 
atlas-ableObwohl die amerikanische ICBM Atlas 1958 gerade ihre ersten Testflüge absolvierte, die überwiegend mit dem Verlust der Rakete endeten, plante die USAF bereits den Einsatz ihrer damals (potentiell) leistungsfähigsten Rakete für diverse Raumfahrtprogramme. Mangels anderer Alternativen griff man bei den Oberstufen auf jene Kombination zurück, die für die Vanguard entwickelt worden war und deren Einsatz auch für die leichtere Thor geplant wurde. Ziel war u.a. der Start mehrerer „schwerer” Mondsatelliten. Wegen Kompetenzstreitigkeiten zwischen den US Teilstreitkräften kam das Programm aber nur langsam voran. Doch im Herbst 1958 griff die neu gegründete zivile NASA das Projekt auf und beauftragte die USAF mit der Entwicklung der Atlas-Able und dem Start eines Mondsatelliten. Als Grundstufe wurde die Erprobungsrakete Atlas C modifiziert. Sie erhielt ein neues Steuerungssystem und konnte nun die Oberstufenkombination der Thor-Able tragen. Die Zweitstufe mußte gegenüber der Variante für die Thor nur geringfügig modifiziert werden und die Arbeiten an der Weiterentwicklung des Ursprungsmodells der Vanguard Rakete verliefen für Thor und Atlas nahezu parallel. Auch die Drittstufe war fast identisch, wurde aber an die spezielle Mission angepaßt. Die erste Atlas-Able (Atlas-Able 4A) explodierte am 24.09.1959 bei einem statischen Triebwerkstest. Rund zwei Monate später stand die nächste Rakete bereit, Atlas-Able 4B. Deren Start scheiterte, als die aus zwei Halbschalen bestehende Nutzlastverkleidung, die auch die Oberstufe umschloß, der aerodynamischen Belastung nicht standhielt und abriß. Gerade diese Nutzlastverkleidung stellte gegenüber den Able Oberstufen für die Thor Rakete eine Neuentwicklung dar. Durch den größeren Durchmesser ließen sich in ihr auch voluminösere Nutzlasten unterbringen. Ab der zweiten Rakete Start kam bereits die verbesserte Atlas D als Grundstufe zum Einsatz. Nach dem Verlust auch der zweiten Atlas-Able waren zunächst keine Atlas mehr für Raumfahrtmissionen verfügbar. Die USAF mühte sich noch, die Atlas zu einer brauchbaren ICBM zu entwickeln. So dauerte es bis zum Herbst 1960, bis wieder eine Atlas für einen Mondschuß zur Verfügung stand. Immerhin flossen so auch die Erfahrungen aus rund 25 Erprobungsflügen der Atlas in das Programm ein. Aber nicht nur die Atlas wurde weiterentwickelt. Die dritte Stufe hieß jetzt Able 5 und leistete nunmehr knapp 14 kN. Doch auch die beiden Starts dieser Kombination im September und Dezember 1960 scheiterten an der unzuverlässigen Atlas Grundstufe. Die NASA verlor nunmehr das Interesse an dieser Rakete und die Entwicklung konzentrierte sich auf die neue Kombination Atlas-Agena. Diese litt anfangs genauso unter der noch nicht ausgereiften Atlas und Problemen mit der Oberstufe, feierte aber 1962 ihren Durchbruch und gehörte fortan zu den am häufigsten eingesetzten US Raketen.



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