Olafs Raumfahrtkalender

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Home Trägerraketen Atlas IIAS
Trägerraketen
Gesamtsystem
NationUSA 
Bezeichnung(en)Atlas IIAS, Atlas 2AS 
Entwicklungszeitraum 
erster Start15.12.1993 
Einsatzzeitraum1993-2004 
Stufenzahl2½ + 4 Feststoffbooster 
Gesamthöheca. 47,4 m  
Basisdurchmesser3,05 m 
max. Nutzmasse8.618 kg (185 km Kreisbahn@28,5°)
3.719 kg (GTO 167 × 35.786 km@27,0°) 
Leermasse 
Treibstoffmasse 
Startmasse237.521 kg 
Startschubca. 3.050 kN 
Feststoff-Starthilfen
Hersteller 
Bezeichnung(en)„Castor IVA” 
Länge11,16 m  
max. Durchmesser1,02 m  
Leermasse  
Treibstoffmasse  
Gesamtmasse4 × 11.567 kg  
Antriebje 1 Feststofftriebwerk Thiokol TX-780 
TreibstoffFeststoff HTPB TP-H8299 
Startschub4 × 434 kN 
spezifischer Impuls (Seehöhe)238 s 
Brenndauer56 s  
1. Stufe
HerstellerLockheed Martin Space Systems 
Bezeichnung(en) 
Länge inkl. Stufenadapter28,89 m  
max. Durchmesser3,05 m 
Leermasse inkl. Stufenadapterca. 11.245 kg 
Treibstoffmasseca. 156.400 kg 
Gesamtmasse inkl. Stufenadapterca. 167.600 kg  
Antrieb1 Flüssigkeitstriebwerk Rocketdyne MA-5A 
TreibstoffKerosin RP-1 + Flüssigsauerstoff 
Starttriebwerke2 x RS-56 OBA 
Gesamt-Startschub1.854 kN  
spezifischer Impuls (Seehöhe)262 s  
Brenndauer163 s 
Marschtriebwerk1 x RS-56 OSA 
Startschub266 kN  
spezifischer Impuls (Seehöhe)216 s  
Brenndauer289 s 
2. Stufe
HerstellerLockheed Martin Space Systems 
Bezeichnung(en)Centaur D-2A 
Länge mit Gerätesektion10,06 m 
max. Durchmesser3,05 m 
Leermasse1.840 kg  
Treibstoffmasse16.930 kg  
Gesamtmasse18.770 kg  
Antrieb2 Flüssigkeitstriebwerke Pratt & Whitney RL10A-4
-oder-
1 Flüssigkeitstriebwerk Pratt & Whitney RL10A-4-1 
TreibstoffFlüssigwasserstoff + Flüssigsauerstoff 
Vakuumschub181,5 kN (RL10A-4)
-oder-
198,4 kN (RL10A-4-1) 
spezifischer Impuls (Vakuum)449,0 s (RL10A-4)
-oder-
(RL10A-4-1) 
Brenndauer370 s 
Nutzlastverkleidung
Länge12,01 m  
max. Durchmesserca. 4,2 m  
Konstruktionsmasse2.087 kg  
atlas-iiasAls letzte Variante der „klassischen” Atlas-Rakete wurde von Lockheed-Martin die Atlas 2AS realisiert. Zum Transport schwererer Nutzlasten rüstete man das Modell Atlas 2A mit vier Castor IV Feststoffboostern aus, wie sie bereits bei der konkurrierenden Delta II eingesetzt wurden. Der Vorteil dieses Verfahren besteht darin, daß insbesondere die dichteren Atmosphärenschichten rasch durchquert werden, so daß die Haupttriebwerke im zunehmenden Vakuum der Hochatmosphäre effektiv eingesetzt werden können. Für die Aufnahme der Booster wurde die Zellenstruktur der Starttriebwerke der Atlas-Erststufe verstärkt und im Tankbereich ein neues Ringsegment eingefügt, das über die dortigen Befestigungspunkte die Kräfte der Booster auf die gesamte Zelle übertrug. Die Zündsequenz der beiden Feststoffbooster-Paare wurden analog zum Einsatz bei der Delta II gewählt. Zwei zündeten am Boden („ground lit”), die beiden anderen nach deren Brennschluß („air lit”). In der Atlas-Grundstufe fand weiterhin der für die Atlas IIA modernisierte MA-5A Verwendung. Das 1½-stufige Konzept der Atlas hatte weiter Bestand, das Boostertriebwerk arbeitete mit zwei Brennkammern, die in zwei außenliegenden Blöcken installiert waren. Nach deren Brennschluß und der pneumatisch initiierten Abtrennung arbeitete das sogenannte „Sustainer” oder Marschtriebwerk weiter. Die Steuerung der Rakete übernahm in dieser Flugphase ein Hydrauliksystem, mit dem die Triebwerke geschwenkt werden konnten. Die Centaur-Oberstufe verfügte über wahlweise zwei Triebwerke RL10A-4 oder RL10A-4-1. Diese verfügten über verlängerbare Entspannungsdüsen, was eine bessere Leistungscharakteristik im Vakuum bewirkte, ohne daß die Baulänge der Stufe wuchs. In der Stufe war auch das Inertial­lenksystem untergebracht, das die Steuerung der gesamten Rakete übernahm. Auch in der Centaur wurden die Triebwerke zu diesem Zweck hydraulisch geschwenkt. Dazu kamen 12 Hydrazin-Triebwerke mit je 27 N Schub. Zwischen Atlas- und Centaurstufe befand sich ein Stufenadapter, in den das Triebwerk der Centaur hineinragte. Diese Sektion beherbergte aber auch das System zur Rollkontrolle der Atlas. Die Nutzlastverkleidung der Atlas IIA und Atlas IIAS stand in drei Varianten zur Verfügung. Konstruktiv waren alle in Form von zwei Aluminium-Halbschalen ausgelegt.
Die Atlas IIAS konnte von Lockheed Martin und dem Startanbieter International Launch Services sehr erfolgreich vermarktet werden. Als ihr Einsatz 2004 nach 30 Starts endete, ging zugleich eine eindrucksvolle Serie von 30 erfolgreichen Einsätzen zu Ende.



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