Olafs Raumfahrtkalender

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Home Trägerraketen Atlas-SLV3 Burner-II
Trägerraketen
Gesamtsystem
NationUSA 
Bezeichnung(en)Atlas-Burner II, SLV-3 Burner-II  
Entwicklungszeitraum1967-1968 
erster Start16.08.1968 
Einsatzzeitraum1968 
Stufenzahl2½ 
Gesamthöhe 
Basisdurchmesser3,05 m 
max. Nutzmasse 
Leermasse 
Treibstoffmasse 
Startmasse 
Startschub1.939 kN 
1. Stufe
HerstellerConvair Division of General Dynamics 
Bezeichnung(en)SLV-3 
Länge20,54 m 
max. Durchmesser3,05 m 
Leermasse 
Treibstoffmasse 
Gesamtmasseca. 118.400 kg 
Antrieb1 Flüssigkeitstriebwerk Rocketdyne MA-5 
TreibstoffKerosin RP-1 + Flüssigsauerstoff 
Starttriebwerke2 x YLR-89 NA7 
Startschub1.670 kN 
spezifischer Impuls (Seehöhe)254 s 
Brenndauer120 s 
Marschtriebwerk1 x YLR-105 NA7 
Startschub269 kN 
spezifischer Impuls (Seehöhe)218 s 
Brenndauer325 s 
2. Stufe
HerstellerBoeing 
Bezeichnung(en)Burner II 
Länge 
Triebwerksdurchmesser0,94 m 
Leermasse 
Treibstoffmasse653 kg[2] 
Gesamtmasse807 kg 
Antrieb1 Feststofftriebwerk Thiokol TE-M-364-2[2] 
TreibstoffFeststoff 
Vakuumschub44 kN 
spezifischer Impuls (Vakuum)291 s[2] 
Brenndauer42 s 
Nutzlastverkleidung
Länge über Endstufe 
max. Durchmesser 
atlas-slv-3_burner-2Handelte es sich bei den ersten zum Start von Satelliten eingesetzten Atlas Raketen noch um mehr oder weniger unveränderte Interkontinentalraketen, die individuell an ihre neue Aufgabe angepaßt werden mußten, erkannten USAF und NASA schon bald den Bedarf eines standardisierten Basismodells. Vor allem mit der Einführung der Agena Oberstufe und den damit verbundenen größeren Stückzahlen gleichartiger Raketen machte das Sinn. 1964 wurde eine neue Standardgrundstufe für die Atlas eingeführt. Die SLV-3 verwendete im Unterschied zur LV-3 den schubstärkeren MA-5 Antrieb. Dieser zeichnete sich durch getrennte Turbopumpen für Start- und Marschtriebwerk aus, was der Leistung zugute kam. Überwiegend wurde die SLV-3 als Grundstufe für die Agena-B und Agena-D eingesetzt. Ein einzelnes Exemplar wurde 1968 aber auch mit der Burner II Oberstufe ausgestattet, die zu diesem Zeitpunkt schon einige erfolgreiche Starts in Kombination mit der Thor Grundstufe absolviert hatte. Die Stufe verfügte über ein Thiokol Feststofftriebwerk, das aus dem Landetriebwerk der Surveyor Mondlandesonden abgeleitet worden war. Boeing konstruierte darum eine hochmoderne Stufe, die eine 3-Achsen-Stabilisierung und ein autonomes Steuerungssystem erhielt. Der einzige Einsatz dieser Raketenkombination scheiterte, als sich die Nutzlastverkleidung, unter der 13 Satelliten untergebracht waren, nicht löste. Später flog die Burner II aber doch noch erfolgreich auf einer umgerüsteten Atlas E/F Interkontinentalrakete.

Quellen:
[1] PETER STACHE: RAKETEN, 1980
[2] ATK SPACE PROPULSION PRODUCTS CATALOG, Mai 2008



JoomlaWatch Stats 1.2.9 by Matej Koval