Olafs Raumfahrtkalender

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Home Trägerraketen Chang Zheng 2C
Trägerraketen
Gesamtsystem
NationChina 
Bezeichnung(en)Chang Zheng 2C (CZ-2C), Long March 2C (LM-2C) 
Entwicklungszeitraum1970-1975 
erster Start26.11.1975 
Einsatzzeitraum1975-19?? 
Stufenzahl
Gesamthöhe35,15 m 
Basisdurchmesser3,35 m 
max. Nutzmasse2.200..3.200 kg (LEO)  
Leermasse 
Treibstoffmasse 
Startmasseca. 192.000 kg 
Startschub2.786 kN  
1. Stufe
Hersteller 
Bezeichnung(en) 
Länge20,52 m 
Durchmesser3,35 m 
Leermasseca. 9.000 kg 
Treibstoffmasseca. 144.000 kg 
Gesamtmasseca. 153.000 kg 
Antrieb1 Flüssigkeitstriebwerk YF-21 bestehend aus 4 Einzeltriebwerken YF-20 
TreibstoffUDMH + Stickstofftetroxid 
Startschub2.786 kN  
spezifischer Impuls (Seehöhe)259 s 
Brenndauer131 s 
2. Stufe
Hersteller 
Bezeichnung(en) 
Länge7,50 m 
Durchmesser3,35 m 
Leermasseca. 4.000 kg 
Treibstoffmasseca. 35.000 kg 
Gesamtmasseca. 39.000 kg 
Antrieb1 Flüssigkeitstriebwerk YF-24 (Haupttriebwerk YF-22 + Vierkammer Vernier YF-23) 
TreibstoffUDMH + Stickstofftetroxid 
Vakuumschub762 kN 
spezifischer Impuls (Vakuum)295 s 
Brenndauer130 s 
Nutzlastverkleidung
Länge7,12 m  
max. Durchmesser3,35 m  
cz-2cNach dem erfolgreichen Start seines ersten Satelliten unternahm China erhebliche Anstrengungen, sein Raketenarsenal um leistungsfähigere Modelle zu erweitern. Standen Anfang der 70er Jahre Langstreckenraketen mit einer Reichweite von etwa 5.500 bis 6.500 km bereit (ausreichend für einen Atomschlag gegen den westlichen Teil der damaligen Sowjetunion), wurde nun intensiv an der Entwicklung einer Rakete mit echter interkontinentaler Reichweite gearbeitet. Es entstand die im Westen als CSS-X4 bekannte DF-5, die einen 3 MT Sprengkopf über 11.000 km transportieren konnte. Diese Rakete wurde ab 1973 als Feng Bao FB-1 auch zu mehreren Starts und Startversuchen von Satelliten eingesetzt. Gleichzeitig bildete sie die Grundlage für den Satellitenträger Chang Zheng CZ-2, der bei ähnlichen Leistungdsdaten über einige andere Systeme und konstruktive Lösungen verfügte. Möglicherweise entstanden beide Raketen auch als alternative Lösungen aufgrund einer Forderung des Militärs. Als Antrieb der Erststufe fand ein Flüssigkeitstriebwerk mit vier schwenkbaren Brennkammern Verwendung. Das Triebwerk der Zweitstufe arbeitete mit einem Flüssigkeitstriebwerk mit fester Brennkammer, dafür jedoch vier schwenkbaren Vernier-Triebwerken. Die Stufentrennung erfolgte „heiß”. Die CZ-2 hatte am 05.11.1974 ihren Jungfernflug, der jedoch mit der Selbstzerstörung der Rakete endete. Ursache war ein Kabelbruch im System der Kreiselsteuerung. Daraufhin wurden einige konstruktive Änderungen vorgenommen und ein Jahr später gelang der zweite Start. Das verbesserte Modell wird je nach Quelle als CZ-2A oder auch CZ-2C beteichnet. Spätestens seit dem 09.09.1982 hieß die eingesetzte Version CZ-2C und beförderte bis 1993 alle chinesischen Rückkehrsatelliten auf ihre Umlaufbahn. Sie bildete auch die Grundlage für die Baureihen CZ-2E, CZ-3 und teilweise auch CZ-4. Ab 1992 übernahm die verbesserte CZ-2D allmählich die Aufgaben der CZ-2C und ab 1997 wurde die Version CZ-2C/SD mit geänderter Oberstufe, neuem Aussetzmechanismus (Smart Despenser) und neuer Nutzlastverkleidung zum Start von Iridium Satelliten eingesetzt. Die Ende der 90er Jahre für die CZ-2C/SD veröffentlichten Daten weichen auch bei der Erst- und Zweitstufe teilweise erheblich von den zu Beginn der 90er Jahre für die CZ-2C gemachten Angaben ab. Offensichtlich war die CZ-2C einem gründlichen Modernisierungsprogramm unterzogen worden, bei dem die Erfahrungen aus der CZ-3 und CZ-2E Entwicklung einflossen. Da die CZ-2C und die CZ-2C/SD bis auf die CTS Manöverstufe praktisch identisch sind, kann man daraus schließen, daß die CZ-2C im Laufe ihres Einsatzes erheblich leistungsgesteigert wurde. Dabei stieg die Triebwerksleistung nur um einige Prozent an. Vor allem aber wuchs das Tankvolumen, was die Nutzlastkapazität steigen ließ.



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