Olafs Raumfahrtkalender

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Trägerraketen
Gesamtsystem
NationJapan (NASDA) 
Bezeichnung(en)H-I 
Entwicklungszeitraum1981-1986 
erster Start13.08.1986 (2-stufig)
27.08.1987 (3-stufig) 
Einsatzzeitraum1986-1992 
Stufenzahl3 + 9 Feststoffbooster 
Gesamthöhe40,30 m  
Basisdurchmesser2,44 m 
max. Nutzmasse550 kg (GTO) 
Leermasse 
Treibstoffmasse 
Startmasse (ohne Nutzlast)ca. 139.300 kg 
Startschub2.098 kN 
Feststoff-Starthilfen
Hersteller 
Bezeichnung(en)9 Feststoffbooster  
Länge7,25 m 
Durchmesser0,79 m 
Leermasse 
Treibstoffmasseje ca. 3.730 kg  
Gesamtmasseje ca. 4.480 kg  
Antriebje 1 Feststofftriebwerk Nissan Motor  
TreibstoffFeststoff CTPB 16-13 
Startschubje 221 kN 
spezifischer Impuls (Seehöhe)235 s 
Brenndauer39 s 
1. Stufe
HerstellerMitsubishi Heavy Industries 
Bezeichnung(en) 
Länge22,44 m 
Durchmesser2,44 m 
Leermasse 
Treibstoffmasseca. 81.400 kg 
Gesamtmasseca. 85.800 kg 
Antrieb1 Flüssigkeitstriebwerk  
TreibstoffKerosin + Flüssigsauerstoff 
Startschub765 kN 
spezifischer Impuls (Seehöhe)253 s (Haupttriebwerk) + 209 s (Vernier-Triebwerk) 
Brenndauer270 s (Haupttriebwerk) / 276 s (Vernier-Triebwerk) 
2. Stufe
HerstellerMitsubishi Heavy Industries 
Bezeichnung(en) 
Länge10,32 m 
Durchmesser2,49 m 
Leermasseca. 1.800 kg 
Treibstoffmasseca. 8.800 kg 
Gesamtmasseca. 10.600 kg 
Antrieb1 Flüssigkeitstriebwerk Mitsubishi LE-5 
TreibstoffFlüssigwasserstoff + Flüssigsauerstoff 
Vakuumschub103 kN 
spezifischer Impuls (Vakuum)448..450 s 
Brenndauer370 s 
3. Stufe
Hersteller 
Bezeichnung(en) 
Länge2,34 m 
Stufendurchmesser 
Triebwerksdurchmesser1,34 m 
Leermasseca. 400 kg 
Treibstoffmasseca. 1.800 kg 
Gesamtmasseca. 2.200 kg 
Antrieb1 Feststofftriebwerk Nissan Motor UM-129A 
TreibstoffFeststoff HTPB 
Vakuumschub77 kN 
spezifischer Impuls (Vakuum)291 s 
Brenndauer68 s  
Nutzlastverkleidung
Länge über Endstufe7,91 m 
max. Durchmesser2,44 m 
Konstruktionsmasseca. 600 kg 
h-iMit der H-I stellte die NASDA 1986 eine weitere Rakete in Dienst, die als Nachfolger der Typen N-I und N-II die Zeit bis zur Verfügbarkeit der Eigenentwicklung H-II überbrücken sollte. Denn auch die H-I basierte noch zu einem erheblichen Prozentsatz auf der Technik der US-amerikanischen Delta-Rakete. Die Rechte für deren Lizenzproduktion hatte die NASDA 1969 erworben. Die erste Stufe wurde mitsamt der 9 Booster also nahezu unverändert von der N-II übernommen und war somit ein Lizenznachbau der Delta-Grundstufe. Wie bei dieser wurden beim Start das Erststufentriebwerk und 6 der 9 Booster gezündet, die restlichen 3 Booster folgten bei Brennschluß der zuvor gezündeten. In der Schubphase der Erststufe übernahm das schwenkbare Haupttriebwerk die Steuerung um die Nick- und Gierachse, während kleine Verniertriebwerke für die Rollstabilisierung sorgten. Die kryogene Zweitstufe mit dem LE-5 Triebwerk war eine japanische Eigenentwicklung. Die Treibstofförderung übernahm wie bei der erststufe eine Turbopumpe. Die Rollstabilisierung stellte hier ein RCS mit kleinen Gasdruckdüsen sicher. In der antriebslosen Phase nach Brennschluß des Zweitstufentriebwerks sorgte das RCS auch für die Steuerung um die Nick- und Gierachse, welche bis dahin durch das schwenkbare Haupttriebwerk sichergestellt wurde. Die Drittstufe war gegenüber dem bei der N-I eingesetzten Thiokol-Triebwerk deutlich weiterentwickelt worden. Die Drallstabilisierung wurde jedoch beibehalten. Für eine hohe Präzision beim Bahneinschuß sorgte ein modernes Inertial-Lenksystem.



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