Geburtstage

  • Thomas Arthur Reiter
   
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Vanguard


Gesamtsystem
Nation USA 
Bezeichnung(en) Vanguard 
Entwicklungszeitraum 1955-1958 
erster Start 06.12.1957 (Fehlstart) 
Einsatzzeitraum 1958-1959 
Stufenzahl
Gesamthöhe 21,95 m 
Basisdurchmesser 1,14 m 
max. Nutzmasse 25 kg (500 km Kreisbahn) 
Leermasse 1.320 kg 
Treibstoffmasse 8.900 kg 
Startmasse 10.230 kg 
Startschub 120 kN 
1. Stufe
Hersteller Glenn L. Martin Co. 
Bezeichnung(en)
Länge 13,41 m 
Durchmesser 1,14 m 
Leermasse 860 kg 
Treibstoffmasse 7.140 kg 
Gesamtmasse 8.000 kg 
Antrieb 1 Flüssigkeitstriebwerk General Electric X-405 
Treibstoff Kerosin + Flüssigsauerstoff 
Startschub 120 kN 
spezifischer Impuls (Seehöhe)
Brenndauer 145 s 
2. Stufe
Hersteller Glenn L. Martin Co. 
Bezeichnung(en)
Länge 5,79 m 
Durchmesser 0,81 m 
Leermasse 400 kg 
Treibstoffmasse 1.580 kg 
Gesamtmasse 1.980 kg 
Antrieb 1 Flüssigkeitstriebwerk Aerojet General AJ-10-37 
Treibstoff UDMH + weißrauchende Salpetersäure 
Vakuumschub 34 kN 
spezifischer Impuls (Vakuum)
Brenndauer 112 s 
3. Stufe
Hersteller Glenn L. Martin Co. 
Bezeichnung(en)
Länge 1,50 m 
Triebwerksdurchmesser 0,46 m 
Leermasse 24 kg 
Treibstoffmasse 193 kg 
Gesamtmasse 217 kg 
Antrieb 1 Feststofftriebwerk Grand Central X-242 133-KS-2800 
Treibstoff Feststoff 
Vakuumschub 12 kN 
spezifischer Impuls (Vakuum)
Brenndauer 35 s 
Nutzlastverkleidung
Länge über Endstufe 2,14 m 
max. Durchmesser 0,81 m 

vanguard_tv-4Die Vanguard-Rakete entstand speziell nach den Anforderungen für eine Trägerrakete zum Start kleiner Forschungssatelliten innerhalb des IGJ. Den Start eines solchen Satelliten hatte US-Präsident Dwight D. Eisenhower 1955 angekündigt. Um den friedlichen Aspekt des Projektes zu unterstreichen, forderte er den Einsatz einer Rakete, die nicht aus den Beständen des Militärs stammte. Dennoch übernahm die US Navy die Entwicklungsleitung des Vanguard-Programms. Hauptauftragnehmer wurde die damalige Glenn L. Martin Company, die bei der Erststufe auf ihre Erfahrungen mit der Höhenforschungsrakete Viking zurückgreifen konnte. Diese wiederum war eine zivile Weiterentwicklung des deutschen A-4. Als Zweitstufe fand praktisch eine angepaßte Forschungsrakete vom Typ Aerobee-Hi Verwendung. Lediglich die Drittstufe und ihr Triebwerk der Firma Grand Central Rocket Company waren eine komplette Neuentwicklung. So vielfältig wie die Hersteller waren auch die Treibstoffe und technischen Lösungen. Das General Electric Triebwerk der Erststufe arbeitete mit Kerosin und Flüssigsauerstoff, beim Aerojet General Triebwerk der Zweitstufe übernahm Druckgas die Förderung der Treibstoffkomponenten UDMH und weißrauchende Salpetersäure und die Drittstufe schließlich war ein Feststofftriebwerk. Verliefen die beiden ersten Testflüge innerhalb des Vanguard-Programms mit modifizierten Viking-Raketen noch erfolgreich, gab es bei der nachfolgenden Erprobung der Vanguard-Rakete erhebliche Probleme bei der Abstimmung des Gesamtsystems. Dennoch waren die Techniker noch optimistisch, den Zeitplan einzuhalten, als mitten in die Vorbereitungen zum ersten Testflug der Vanguard-Grundstufe die Meldung vom Start von Sputnik 1 platzte. Damit stand das Programm unter ungeheurem Druck, was zu einer Reihe von Fehlstarts mit der noch nicht ausgereiften Rakete führte. Bei Einstellung des Programms 1959 standen 9 Fehlstarts ganze 3 erfolgreiche Missionen gegenüber. Immerhin begannen die Oberstufen-Triebwerke der Vanguard und ihre Weiterentwicklungen in den folgenden Jahren eine unerwartet erfolgreiche Karriere. So flogen sie gemeinsam mit der Thor- und Atlas-Able und wurden getrennt als Oberstufen bei der Delta und Scout eingesetzt. Außerdem zählte die Vanguard zu den ganz wenigen Raketenentwicklungen auf der Welt, die ausschließlich für Forschungszwecke eingesetzt wurden und die nicht militärischen Ursprungs waren.

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