Olafs Raumfahrtkalender

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Home Trägerraketen Wostok 8K72K
Trägerraketen
Gesamtsystem
NationSowjetunion 
Bezeichnung(en)Wostok, Wostok-K, Erzeugnis 8K72K  
Entwicklungszeitraum1959-1960 
erster Start28.07.1960 
Einsatzzeitraum1960-1964 
Stufenzahl
Gesamthöhe38,36 m 
Spannweite über Stabilisierungsflächen10,30 m 
max. Nutzmasse 
Leermasseca. 29.110 kg  
Treibstoffmasseca. 257.790 kg 
Startmasseca. 287.000 kg 
Startschubca. 4.960 kN(?) 
1. Stufe (Außenblöcke)
Hersteller 
Bezeichnung(en)Block B, W, G, D  
Länge19,82 m 
max. Durchmesser2,68 m 
max. Spannweite über Stabilisierungsfläche3,82 m 
Leermasse 
Treibstoffmasse4×ca. 39.500 kg 
Gesamtmasse4×ca. 43.250kg 
Antriebje 1 Vierkammer-Flüssigkeitstriebwerk RD-107 (Erzeugnis 8D74) + 2 Vernier-Triebwerke 
TreibstoffKerosin T-1 + Flüssigsauerstoff 
Startschub4×819 kN 
spezifischer Impuls (Seehöhe)252 s 
Brenndauer118..119 s 
2. Stufe (Zentralblock)
Hersteller 
Bezeichnung(en)Block A 
Länge28,75 m 
max. Durchmesser2,95 m 
Leermasse 
Treibstoffmasseca. 93.400 kg 
Gesamtmasseca. 100.800 kg 
Antrieb1 Vierkammer-Flüssigkeitstriebwerk RD-108 (Erzeugnis 8D75) + 4 Vernier-Triebwerke 
TreibstoffKerosin T-1 + Flüssigsauerstoff 
Vakuumschub977 kN 
spezifischer Impuls (Vakuum)309 s  
Nominal-Brenndauer308..309 s 
3. Stufe
Hersteller 
Bezeichnung(en)Block E 
Länge2,98 m 
max. Durchmesser2,58 m 
Leermasseca. 1.430 kg 
Treibstoffmasse 
Gesamtmasseca. 7.820 kg  
Antrieb1 Flüssigkeitstriebwerk RD-0109 (Erzeugnis 8D719) + 4 Vernier-Triebwerke 
TreibstoffKerosin T-1 + Flüssigsauerstoff 
Vakuumschub55 kN 
spezifischer Impuls (Vakuum)324 s 
Maximal-Brenndauer430 s 
Nutzlastverkleidung
Länge6,63 m 
max. Durchmesser2,70 m 
Konstruktionsmasseca. 650 kg 
wostok-8k72kNachdem die Sowjetunion mit der dreistufigen Luna 8K72 Rakete 1959 einige spektakuläre Erfolge verbuchen konnte (Mondsonden Luna 1 bis Luna 3) konkretisierten sich im OKB-1 die Pläne für einen bemannten Raumflug, wobei als Trägerrakete eine Weiterentwicklung der 8K72 herhalten sollte. Dabei war die Bilanz der Rakete zu diesem Zeitpunkt alles andere als positiv. Anfang 1959 standen einem Erfolg vier Fehlstarts gegenüber. Doch Alternativen gab es nicht. Bereits 1959 waren ein neuer Nutzlastadapter und eine neue Nutzlastverkleidung für den unbemannten Prototypen des Wostok Raumschiffs (Objekt 1K) entwickelt worden. Für das bemannte Raumschiff mußte nun vor allem aber noch die Leistung der Rakete gesteigert werden. Zunächst wurde dazu das stärkere Triebwerkspaket der Serienausführung der R-7 8K71 Interkontinentalrakete übernommen. Dessen 8D74 und 8D75 Triebwerke wiesen ab 1959 vielfältige Verbesserungen auf und waren auch etwas leistungsfähiger. So waren beispielsweise die Vernier-Triebwerke aus dem OKB-1 gegen solche aus dem OKB-456 getauscht worden. Den Auftrag für die Entwicklung eines verbesserten Drittstufentriebwerks erhielt das OKB-154 von Semjon Kosberg. Ausgehend vom noch aus dem OKB-1 stammenden RO-5 Entwurf entstand das RO-7 mit höherem Schub und einem verbesserten Kontrollsystem. Innerhalb von nur 15 Monaten brachte das OKB-154 sein 8D719 Triebwerk bis zum Dezember 1960 zur Einsatzreife. Obwohl der erste Start am neuen Oberstufentriebwerk scheiterte, erreichte die Rakete schließlich eine vergleichsweise hohe Zuverlässigkeit. Neben einigen Wostok Prototypen wurden mit der Wostok-K 8K72K sechs bemannte Wostok Raumschiffe (alle erfolgreich), zwei Zenit-2 Fotoaufklärungssatelliten und vier Elektron Forschungssatelliten gestartet. Damit endete 1964 zwar der Einsatz der Rakete, doch ihre Weiterentwicklungen Wostok-2 8A92 und Wostok-2M 8A92M standen noch bis 1991 im Dienst.



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