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Mai 1966 

Willkommen in der Raumfahrtchronik, dem Herzstück von Olafs Raumfahrtkalender. Für den gewählten Zeitraum finden sich sich hier aktuell 14 Einträge (von 8554), chronologisch sortiert.

03.05.1966

03.05.1966

Der Start einer Thor-​SLV2 A Agena-​D scheiterte am 03.05.1966. Nach dem Abheben von der Vandenberg AFB mißlang die Abtrennung der Agena-​D Oberstufe, so daß die Rakete mit einem mit KeyHole KH-​4 A Kamerasystem ausgerüsteten CORONA Fotoaufklärungssatelliten an Bord in den Pazifik stürzte. Obwohl die genaue Ursache des Fehlstarts nicht geklärt werden konnte, gab es doch Indizien, die auf ein Versagen der bei der Stufentrennung eingesetzten Sprengschnüre hindeuteten. Auch wenn diese eigentlich als sehr zuverlässig galten, wurden daraufhin doch ein weiterlesen..

06.05.1966

06.05.1966

Kosmos 117 war die offizielle Bezeichnung für einen Fotoaufklärungssatelliten vom Typ Zenit-​2  (Erzeugnis 11F61), den die Sowjetunion am 06.05.1966 mit einer Wostok 8A92 Rakete von Baikonur startete. Nach acht Tagen kehrte seine Kamerasektion mit dem Filmmaterial sicher zur Erde zurück. weiterlesen..

11.05.1966

11.05.1966

Einen weiteren Prototypen ihres in Entwicklung befindlichen meteorologischen Satelliten Typ Meteor startete die Sowjetunion am 11.05.1966. Eine Wostok-​M 8A92M Rakete brachte Kosmos 118 von Baikonur auf eine 65° geneigte 587×657 km Umlaufbahn. Der Satellit entsprach vermutlich bereits weitgehend dem Serienmodell, diente aber noch immer dem Test einzelner Systemkomponenten. Vor allem aber lieferte sein TV-​System endlich die ersten lang erwarteten meteorologischen Aufnahmen (auch wenn vereinzelt aufgeführt wird, daß bereits von Kosmos 44 Aufnahmen übertragen worden waren). Veröffen weiterlesen..

14.05.1966

14.05.1966

Für das NRO / die CIA startete die USAF am 14.05.1966 mit einer Atlas-​SLV3 Agena-​D von der Vandenberg AFB einen GAMBIT Fotoaufklärungssatelliten mit KeyHole KH-​7  Kamera. Erstmals wurden bei der Mission des als OPS 1950 geführten Satelliten bewußt auch nachts Aufnahmen auf Spezialfilm gewonnen. Sie zeigten den Verlauf von Straßen, der durch deren Beleuchtung sehr markant war. Aufgrund des niedrigen Perigäums von lediglich 130 km war die Lebensdauer des Satelliten natürlich sehr begrenzt. Dennoch konnte eine sechstägige Aufklä weiterlesen..


15.05.1966

15.05.1966

Der am 15.05.1966 mit einer Thor-​SLV2 A Agena-​B von der Vandenberg AFB gestartete zweite Satellit vom Typ Nimbus entsprach bis auf Kleinigkeiten dem 1964 auf seine Umlaufbahn gebrachten Prototypen. Neu war allerdings bei Nimbus 2 (Nimbus-​C) die kontinuierliche Abstrahlung der nachts mit dem APT-​System aufgenommenen IR-​Bilder. Neben den bisherigen Instrumenten (APT, AVCS, and HRIR) hatte man noch ein Medium-​Resolution Infrared Radiometer (MRIR) installiert, das die von der Erde emittierte bzw. reflektierte Strahlung in fünf Wellenl weiterlesen..


17.05.1966

17.05.1966

Nachdem die Startmannschaften noch am 06.04.1966 den erfolgreichen ersten Start einer Woschod 11A57 Rakete von Plesetsk feiern konnten, scheiterte der nächste Startversuch am 17.05.1966 spektakulär. 96 s nach dem Abheben fielen die Triebwerke des Außenblocks G aufgrund eines defekten Druckminderers im Oxidatorsystem aus. Die Rakete, die einen weiteren Zenit-​4  Aufklärungssatelliten an Bord hatte, geriet außer Kontrolle und stürzte taumelnd unweit des Startkomplexes ab. Glücklicherweise weit genug entfernt, um keine Schäden an den Bodeninstallationen zu hinterlass weiterlesen..

17.05.1966

17.05.1966

Die NASA bereitete sich im Mai 1966 auf die nächste spektakuläre Gemini Mission vor. Geplant war eine Wiederholung des Kopplungsmanövers mit einem GATV Zielsatelliten. Nach einem ersten Docking sollten sich beide Raumschiffe wieder trennen und später erneut ein Rendezvous vornehmen. Außerdem stand eine umfangreiche EVA auf dem Programm, wobei Eugene Cernan eine AMU genannte Manövriereinheit testen sollte. Diese war weitaus komplexer als die bisher verwendeten handbetriebenen kleinen Gasdruckpistolen. Die Astronaut Maneuvering Unit war ein regelrechter „Raketenrucksack“, dessen Entwicklungsl weiterlesen..


19.05.1966

19.05.1966

Eine Scout-​A startete am 19.05.1966 von der Vandenberg AFB. Sie brachte ihre Nutzlast, den Navigationssatelliten Transit O-​9  (auch Transit 13, Oscar 9 oder NNS 30090) auf eine polare Umlaufbahn im Höhenbereich zwischen 830 und 950 km. Der von der NAFI (Naval Avionics Facility, Indianapolis) gebaute und am APL der JHU (Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory) endkontrollierte Satellit arbeitete zufriedenstellend vom 16.06.1966 bis zum 01.03.1967. weiterlesen..

19.05.1966

19.05.1966

Mit dem vierten Startversuch konnte die Sowjetunion am 19.05.1966 den ersten Erfolg mit ihrem „kosmischen Bombardierungssystem“ FOBS verbuchen. Nach dem Start von Baikonur beschrieb die R-​36-​O 8K69 Rakete eine ballistische Bahn über 8.500 km mit einer Apogäumshöhe von lediglich 220 km. Dieser Test wurde auch von der CIA registriert und korrekt als dritter Testflug eines neuartigen Waffensystems interpretiert. weiterlesen..

23.05.1966

23.05.1966

Die zweite Etappe der Erprobung der Europa I (ELDO-​A) Rakete begann am 23.05.1966 in Woomera mit dem Start einer „Blue Streak“ Rakete mit aufgesetzten inerten Oberstufen. Der Start der Rakete verlief zunächst planmäßig, doch dann zeigte das Bahnverfolgungsradar eine zunehmende Abweichung vom vorgesehenen Kurs. Daraufhin griff der Sicherheitsoffizier ein und löste 8 s (laut anderen Quellen nur 2,5 s) vorzeitig den Brennschluß der Erststufe aus. Antriebslos folgte die Rakete weiter ihrer ballistischen Bahn, die zu einem Aufschlag 481 km vom Startkom weiterlesen..

24.05.1966

24.05.1966

Einen weiteren Fotoaufklärungssatelliten aus dem CORONA Programm starteten die USA am 24.05.1966 mit einer Thor-​SLV2 A Agena-​D von der Vandenberg AFB. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger erreichte dieser Satellit problemlos seinen Arbeitsorbit. Doch die Mission selbst verlief nicht ohne technische Probleme. Während das Filmmaterial in der ersten, nach fünf Tagen geborgenen, Landekapsel von durchschnittlicher Qualität war, fehlten bei etwa 200 Aufnahmen in der zweiten Kapsel, die am 04.06.1966 von einem Flugzeug abgefangen worden war, die stellaren Referenzfotos. Ursache war der Objektivverschluß a weiterlesen..

24.05.1966

24.05.1966

Von Kapustin Jar startete die Sowjetunion am 24.05.1966 eine kleine Trägerrakete vom Typ Kosmos-​2 11K63. Sie brachte einen Ionosphärenforschungssatelliten vom Typ DS-​U2-​I auf eine exzentrische Bahn. Seine offizielle Bezeichnung lautete Kosmos 119. Bereits nach zwei Tagen stellte der Satellit die Datenübertragung ein. Vermutlich lag das an Problemen, die bereits beim Start aufgetreten waren. Einige Quellen sprechen nämlich davon, daß sich die Nutzlastverkleidung nicht hatte abtrennen lassen. Somit dürften bestenfalls einige schwache Signale von dem noch durch die weiterlesen..

25.05.1966

25.05.1966

Explorer XXXII (AE-​B, S-​6a), den die NASA am 25.05.1966 mit einer Delta-​C1 (dem ersten von zwei Exemplaren dieser Modellvariante mit der stärkeren FW-​4D Drittstufe) von Cape Canaveral startete, setzte die 1963 mit Explorer XVII im Rahmen der Aeronomy Explorer Reihe begonnenen Untersuchungen zur Dichte, zum Druck, zur Zusammensetzung und zur Temperatur der Atmosphäre fort. Dazu verfügte der Satellit über mehrere Massen-​Spektrometer, Dichte-​Meßinstrumente und elektrostatische Proben. Weiterhin war der Satellit u.a. mit einem Datenrekorder ausgestattet, so daß weiterlesen..

30.05.1966

30.05.1966

Vier Monate nachdem die Landekapsel von Luna 9 funktionsfähig die Mondoberfläche erreicht hatte, gelang den USA mit Surveyor 1 die erste wirklich weiche Landung einer Raumsonde auf einem fremden Himmelskörper. Nach dem geglückten Start vom wiederaufgebauten Startkomplex LC-​36 A auf eine Direktflugbahn zum Mond (ohne Benutzung einer Parkbahn um die Erde) mit einer Atlas-​LV3 C Centaur-​D von Cape Canaveral am 30.05.1966 und nach einer planmäßigen Kurskorrektur am nächsten Tag erreichte Surveyor am 02.06.1966 den Nahbereich des Mondes. Etwa 75 km (nach ander weiterlesen..

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