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Mai 1996 

Willkommen in der Raumfahrtchronik, dem Herzstück von Olafs Raumfahrtkalender. Für den gewählten Zeitraum finden sich sich hier aktuell 12 Einträge (von 8554), chronologisch sortiert.

05.05.1996

05.05.1996

Nachschub für die Raumstation Mir hatte das Frachtraumschiff Progress M-​31  an Bord, das am 05.05.1996 um 07:04 UTC mit einer Sojus-​U 11A511U Rakete von Baikonur gestartet wurde. An Bord befanden sich rund 1.140 kg Treibstoffe und 1.700 kg Fracht. Das Docking des Raumschiffs am Mehrfach-​Dockingadapter der Mir fand am 07.05.1996 um 08:54 UTC statt. Für die Kosmonauten in der Raumstation brachte Progress M-​31  sehnlichst erwartete Versorgungsgüter, darunter auch Post und frische Lebensmittel. Bis Ende Juli 1996 unterstützte der Progress-​Antr weiterlesen..


12.05.1996

12.05.1996

Erstmals startete am 12.05.1996 eine Titan-​403 A von der Vandenberg AFB mit einer Nutzlast, die dem geheimen NOSS 2 Programm zugerechnet wurde. Die Nutzlasten der Titan Rakete wurden nach dem Start zunächst auf einem elliptischen Orbit zwischen 300 und 600 km Bahnhöhe ausgesetzt. Später zeigten Amateurbeobachtungen eine Bahn in durchschnittlich 1.100 km Höhe, was sich sehr gut mit dem charakteristischen Orbit für ein NOSS Tripel deckte. Wurde zunächst nur eine Nutzlast registriert (anfänglich als USA 119 bezeichnet, erhielt das Objekt später die Nummer USA 122), zeigten die Beobachtungen bal weiterlesen..


14.05.1996

14.05.1996

Einer der wenigen Fehlstarts einer Sojus-​Rakete ereignete sich am 14.05.1996. Die Analyse des Zwischenfalls ergab, daß die Nutzlastverkleidung, die den „Kometa“ (Erzeugnis 11F660) Satelliten schützen sollte, wegen Qualitätsmängeln im Fertigungsprozeß 49 s nach dem Start von Baikonur strukturell versagte, nachdem bereits 20 Sekunden zuvor erste Schäden aufgeteretn waren. Durch die asymmetrisch einströmende Luft geriet die Sojus in eine zunehmende Rotation um die Längsachse, die das Steuerungssystem überforderte. Nachdem nach 124 s die Notabschaltung der Erststufe auslöste, stürzte die schwer weiterlesen..


16.05.1996

16.05.1996

Beim Start einer Ariane-​44 L H10-​III am 16.05.1996 von Kourou gelangten zwei Kommunikationssatelliten für unterschiedliche Eigner auf geostationäre Transferbahnen. Palapa-​C2  war von Hughes für die indonesische PT Satelit Palapa Indonesia (SATELINDO) gebaut worden. Der HS-​601  Hybrid-​Satellit verfügte über eine Kommunikationsnutzlast aus 30 C-​Band und 4 Ku-​Band Transpondern. Eigner von sechs der Transponder war die PT Pasifik Satelite Nusantara (PSN), Indonesiens erster privater Satellitenbetreiber. Von 108° Ost aus sollte weiterlesen..


17.05.1996

17.05.1996

Orbital Sciences startete am 17.05.1996 im Auftrag der BMDO (Ballistic Missile Defense Organization) eine Pegasus (Pegasus-​H) Rakete. Das Lockheed L-​1011  Trägerflugzeug hob von der Piste der Vandenberg AFB ab und nahm Kurs auf die Abwurfzone über dem Pazifischen Ozean. Hier wurde die geflügelte Rakete ausgeklinkt, zündete nach kurzem Freifall ihr Triebwerk, und beschleunigte in Richtung Erdorbit. Die dritte Stufe setzte die Nutzlast MSTI 3 auf einem elliptischen Orbit aus. Der eigene Antrieb des Satelliten hob die Bahn später auf 425 km weiterlesen..


18.05.1996

18.05.1996

Nach zwei vorangegangenen Tests der RL-​10-​A5  Triebwerke (am 04.05.1996 und 07.05.1996) startete am 18.05.1996 erstmals der DC-​XA Demonstrator eines zukünftigen SSTO Raumtransporters. Das Fluggerät war nach der harten Landung des experimentellen Vorgängers DC-​X im Juli 1995 mit erheblichen Verbesserungen bei McDonnell Douglas in Huntington Beach neu aufgebaut worden. So verfügte das Fluggerät nun über eine neue leichtgewichtige Kohlefaser/Aluminium Wabenstruktur in der Zwischentank-​Sektion, einen Flüssigsauersto weiterlesen..


19.05.1996

19.05.1996

Nach einem Aufschub von drei Tagen (dem Start der Atlas-​I mit dem SAX Satelliten war eine höhere Priorität als dem Shuttle eingeräumt worden) startete am 19.05.1996 um 10:30 UTC die Raumfähre „Endeavour“ nach einem reibungslosen Countdown zu einer interdisziplinären Forschungsmission. Erstmals waren alle drei verbauten SSME modernisierte Block I Modelle. Die STS-​77  „Endeavour“ F-​11  Mission transportierte in der Nutzlastbucht das Spacehab 5 sowie die SPARTAN 207  Forschungsplattform. Weiter wurden die IAE (Inflat weiterlesen..


20.05.1996

20.05.1996

Ein Außenbordmanöver unternahmen die beiden russischen Kosmonauten der Mir, Juri Onufrijenko und Juri Ussatschow, am 20.05.1996. Ihr amerikanischer Gast, Shannon Lucid, blieb an Bord und überwachte und dokumentierte den Ausstieg. Ziel das Manövers war es, das Mir Cooperative Solar Array (MCSA) zu installieren. Dabei handelte es sich eine gemeinsam won Russen und Amerikanern entwickelte neuartige Solarzellenfläche. Diese war in zusammengefaltetem Zustand an der Außenhaut des neuen Kopplungsadapters bei der STS-​74  Mission auf der Mir eingetroffen. Unter Einsatz des weiterlesen..


24.05.1996

24.05.1996

Die Hughes Electronics Corp. ließ am 24.05.1996 einen weiteren Kommunikationssatelliten für ihre Tochter Hughes Communications Inc. starten. Der spinstabilisierte HS-​376  Satellit wurde mit einer Delta 7925 PAM-​D von Cape Canaveral aus auf einen geostationären Transferorbit befördert. Eine Star-​30 C Kickstufe besorgte dann den Einschuß in eine Synchronbahn. Stationiert wurde Galaxy IX über 123° West. Im Jahr 2000, der Satellit gehörte mittlerweile dem Satellitenbetrieber PanAmSat, der 1997 mit der HCI fusioniert hatte, wurde Galaxy IX auf weiterlesen..


24.05.1996

24.05.1996

Drei Tage nach einem ersten Außenbordmanöver zur Montage des MCSA Solarzellenauslegers verließen Juri Onufrijenko und Juri Ussatschow erneut die Raumstation Mir, um die begonnenen Arbeiten abzuschließen. Mit einer Handwinde entfalteten sie den ersten der beiden Ausleger auf die volle Spannweite von 18 m. Dann stellten sie die elektrischen Anschlüsse her. Komplett entfaltet, speisten die 84 Paneele des MCSA bis zu 6 kW an elektrischer Energie in das Bordnetz des Orbitalkomplexes ein. Doch ließen die verfügbaren Kabel zunächst nur eine 50 %ige Last zu. Erst mit dem Eintreffen weiterer Kabel un weiterlesen..


25.05.1996

25.05.1996

Eine der langlebigsten Serien von Kommunikationssatelliten wurde am 25.05.1996 fortgeführt, als vom Kosmodrom Baikonur eine Proton-​K 8K82 K mit Block-​DM-​2 11S861 Bugsierstufe startete. Die Rakete transportierte den Kommunikationssatelliten Gorisont 32 auf eine Synchronbahn. Die Satelliten dieser Baureihe, deren Prototypenerprobung 1978 begonnen hatte, verfügten über sechs Transponder für die allgemeine Kommunikation (Fernsehen, Audio-​und Videoübertragungen, Telefax) sowie zwei Transponder für Spezialaufgaben, darunter für Verbindungen zur russischen Handelsflotte. Bis 1999 operierte Gorisont weiterlesen..


30.05.1996

30.05.1996

Zu ihrem dritten Außenbordmanöver innerhalb weniger Tage verließen Juri Onufrijenko und Juri Ussatschow am 30.05.1996 erneut die Raumstation Mir. Ihre Aufgabe bestand diesmal darin, den Modular Optoelectrical Multispectral Scanner an der Außenwand des „Priroda“ Moduls zu installieren. Der in Deutschland entwickelte MOMS-​P2  Sensor war im Inneren des Raumstationsmoduls verstaut angeliefert worden. Die Kosmonauten hatten ihn überprüft und zusammen mit dem benötigten Werkzeug in der Luftschleuse deponiert. Ohne große Probleme gelang die Installation des Scanners, der weiterlesen..


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