Dezember 1968

Willkommen in der Raumfahrtchronik, dem Herzstück des Raumfahrtkalender. Für den gewählten Zeitraum finden sich sich hier aktuell 13 Einträge (von 6746), chronologisch sortiert. Du kannst einen anderen Zeitraum wählen und — in diesem Zeitraum — zusätzlich nach einem Begriff suchen.

DS-P1-Ju Satellit
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03.12.1968

Mit Kosmos 257 startete die Sowjetunion am 03.12.1968 wieder einen Satelliten zur Kalibrierung ihrer ASAT- und ABM-Radaranlagen. Der Satellit vom Typ DS-P1-Ju erreichte mit einer kleinen Kosmos-2 11K63 Rakete vom Kosmodrom Plesetsk seine Bahn. weiterlesen..

GAMBIT-3 Block-I
69

04.12.1968

Einen Monat nach der letzten derartigen Mission startete am 04.12.1968 wieder eine USAF Titan-IIIB Agena-D von der Vandenberg AFB. Auch ihre Nutzlast bestand aus einem GAMBIT G³ Hochleistungsfotoaufklärer mit KeyHole KH-8 Kamerasystem. Dessen Aufklärungsergebnisse kehrten in einer kleinen Landekapseln ("Pod") zur Erde zurück. Die KH-8 Mission 4318 fiel durch ihr ungewöhnlich hohes Apogäum auf. Ursache war der verspätete Brennschluß der Agena Oberstufe. Das Apogäum lag dadurch bei anfangs etwa 735 km, rund 200 km höher als normal. Auch im Erdumlauf setzten... weiterlesen..

HEOS-A1 Satellit
81

05.12.1968

Mit HEOS-A1 (HEOS 1) realisierte die europäische Weltraumforschungsorganisation ESRO (European Space Research Organisation) einen sehr erfolgreichen Wissenschaftssatelliten. Der von Junkers in Deutschland gefertigte Highly Eccentric Orbit Satellite wurde am 05.12.1968 mit einer Delta-E1 der NASA von Cape Canaveral auf eine stark exzentrische Umlaufbahn gestartet. Seine Instrumentierung diente Messungen des Magnetfeldes, der kosmischen Strahlung und des Sonnenwindes außerhalb des Einflußbereichs der irdischen Magnetosphäre. Eines der weiteren Experimente... weiterlesen..

OAO 2
85

07.12.1968

Unter der Bezeichnung OAO 2 (OAO-A2) "Stargazer" startete die NASA am 07.12.1968 mit einer Atlas-SLV3C Centaur-D von Cape Canaveral ihren zweiten großen astronomischen Forschungssatelliten. Das OAO-Programm (Orbiting Astronomical Observatory) gehörte zu den ersten konkreten Projekten der NASA und sollte ursprünglich bereits 1962/63 gestartet werden. Es gab in der Entwicklungs- und Bauphase jedoch eine Reihe von Problemen, die zu wiederholten Verzögerungen des Programms führten. Am 08.04.1966 erreichte dann endlich der erste Satellit des Programms seine... weiterlesen..

Schnittzeichnung durch einen Zenit-2 Satelliten
78

10.12.1968

Übersichtsaufnahmen geringer Auflösung lieferte das Ftor-2R Kamerasystem des Fotoaufklärungssatelliten Kosmos 258, der am 10.12.1968 mit einer Woschod 11A57 Rakete von Baikonur gestartet worden war. Nach der für den Typ Zenit-2 (Erzeugnis 11F61) typischen Missionsdauer von acht Tagen kehrte die Landekapsel des Satelliten 70 km nordwestlich von Zelinograd (heute unter dem Namen Astana Hauptstadt Kasachstans) mit den Aufklärungsergebnissen zur Erde zurück. weiterlesen..

Start einer Thorad-​SLV2G Agena-​D mit zwei geheimen Nutzlasten am 12.12.1968
76

12.12.1968

Eine CORONA-J Foto-Aufklärungsmission begann am 12.12.1968 mit dem Start einer Thorad-SLV2G Agena-D von der Vandenberg AFB. Die Aufnahmen des KeyHole KH-4A (J-3) Kamerasystems kehrten in zwei Kapseln am 18. bzw. 23.12.1968 zur Erde zurück und wurden von patroullierenden Flugzeugen abgefangen. Dabei wurde die zweite Hälfte der Mission um zwei Tage verkürzt, nachdem ein Batteriedefekt registriert worden war. Die Auswertung des Filmmaterials zeigte eine ungewöhnliche Schädigung des Films vermutlich aufgrund eingedrungener Strahlung. Neben dem CORONA... weiterlesen..

14.12.1968
73

14.12.1968

Wissenschaftlichen Forschungen diente der am 14.12.1968 gestartete Kosmos 259. Eine Kosmos-2 11K63 brachte ihn von Kapustin Jar auf eine elliptische Umlaufbahn. Von dieser aus untersuchte der Satellit vom Typ DS-U2-I die Ausbreitung von VLF-Funkwellen in der Ionosphäre. Ähnliche Forschungen unternahmen auch die USA, nicht zuletzt im Hinblick auf die Untersuchung von Kommunikationsmöglichkeiten mit ihrer Flotte von Atom U-Booten. Die Sowjetunion konnte jedenfalls experimentell mit den drei DS-U2-I Satelliten (Kosmos 119, Kosmos 142 und Kosmos 259) den... weiterlesen..

Start der Delta-N mit ESSA 8
78

15.12.1968

Trotz der zuvor erst einmal eingesetzten Trägerraketenkombination war der Start des meteorologischen Satelliten ESSA 8 mit einer Delta-N am 15.12.1968 von der Vandenberg AFB für die NASA bereits Routine. Das ESSA Programm (und sein Vorläufer TIROS) hatte sich innerhalb weniger Jahre zu einem unverzichtbaren Werkzeug der Meteorologen entwickelt. Die regelmäßigen Starts verbesserten nicht nur die Qualität der Wettervorhersage allgemein, sie spielten auch eine zunehmende Rolle bei der Warnung vor Extremwetter-Ereignissen, wie z.B. Hurrikans. Dank seines APT... weiterlesen..

16.12.1968
67

16.12.1968

Mit einer Trägerrakete vom Typ Molnija-M 8K78M mit Block-ML Bugsierstufe startete die Sowjetunion am 16.12.1968 einen Satelliten, der die Bezeichnung Kosmos 260 erhielt. Seine wahre Konfiguration und Aufgabenstellung blieben lange unklar. Aufgrund der Bahn mußte es sich jedoch entweder um einen Kommunikationssatelliten vom Typ "Molnija" oder - unwahrscheinlicher - um einen Prototypen der Frühwarnsatelliten vom Typ "Oko" gehandelt haben. Tatsächlich stellte Kosmos 260 aber das zweite Exemplar eines Satelliten der Molnija-1Ju Baureihe dar. Diese Satelliten... weiterlesen..

Start der Delta-M mit dem zweiten Intelsat III
81

19.12.1968

Nachdem der erste Vertreter der dritten Intelsat-Kommunikationssatellitenserie wegen eines Trägerraketenproblems keine Umlaufbahn erreicht hatte, gelang am 19.12.1968 der zweite Startversuch. Bei gegenüber dem Typ Intelsat II nicht wesentlich veränderten Abmessungen (limitierende Faktoren waren Nutzlastkapazität und -volumen der Delta-Rakete), boten die neuen Satelliten doch eine völlig neue Qualität. Sie verfügten über ein entdralltes Antennensystem und erheblich gößere Übertragungskapazitäten. Übertragen werden konnten beispielsweise 1.200 bis 1.500... weiterlesen..

Propagandaplakat zum Start eines „Sputnik der Freundschaft und Zusammenarbeit“ (ca. 1970)
73

19.12.1968

Mit Kosmos 261, dem "Sputnik der Freunschaft", startete am 19.12.1968 mit einer Kosmos-2 11K63 Rakete von Plesetsk erstmals ein Forschungssatellit, der als Gemeinschaftsprogramm verschiedener sozialistischer Staaten entwickelt und vor allem betrieben wurde. Beteiligt waren Wissenschaftler aus der Sowjetunion, Bulgarien, Ungarn, der DDR, Polen, Rumänien und der Tschechoslowakei. Die Forschungen des Satelliten betrafen die atmosphärische Dichte, das Polarlichtphänomen und die sogenannten "Whistler". Vor allem saisonale Veränderungen der Ionosphäre wurden... weiterlesen..

AS-503 auf dem Startkomplex
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21.12.1968

Noch vor dem Flug von Apollo 7, der ersten bemannten Mission des Apollo-Programms, kam bei den Verantwortlichen des Programms die Idee auf, bereits Apollo 8 zum Mond fliegen zu lassen. Der Gedanke wurde zunächst nur intern diskutiert. Schließlich wollte man gerade nach dem tragischen Tod von drei Astronauten, die im Januar 1967 bei einem Bodentest an Bord von Apollo 1 auf tragische Weise umgekommen waren, jeden Anschein unkalkulierbarer Risiken vermeiden. Dennoch wurden im Sommer 1968 mehrere Optionen für die Apollo 8 Mission untersucht, darunter auch... weiterlesen..

26.12.1968
71

26.12.1968

Zu den wenigen echten Forschungssatelliten innerhalb des sowjetischen Kosmos Programms zählte der am 26.12.1968 gestartete Kosmos 262. Der Satellit vom Typ DS-U2-GF erreichte mit einer Kosmos-2 11K63 Rakete von Kapustin Jar seine Umlaufbahn. Rund zwei Monate lang nahm er helio-physikalische Studien vor. Verschiedene Spektrometer, Fotometer (drei 16-Kanal und zwei 10-Kanal-Fotometer) und weitere Instrumente erlaubten Untersuchungen der solaren Aktivität im UV- und weichen Röntgenspektrum. Die Instrumentierung stammte vom Leningrader S. I. Wawilow Institut... weiterlesen..