Zur Vorbereitung des Surveyor Programms, das die weiche Landung von sieben Sonden auf dem Erdmond vorsah, plante die NASA den Start von zunächst drei Attrappen der Sonde auf eine stark elliptische Erdumlaufbahn. Ähnlich war man ja bereits beim vorangegangenen Ranger Programm vorgegangen. Mit diesen Starts erfolgten die weitere Qualifizierung der Atlas-Centaur Rakete und der Test von Elementen der neuen Sonde. Beim zweiten derartigen Testflug unter Einsatz einer Atlas-LV3 C Centaur-D am 08.04.1966 erreichte mit AC-8 die Attrappe Surveyor SD-3 zunächst planmäßig die Parkbahn um die Erde. Die erstmals von zwei verbesserten RL10A3-3 Triebwerken (Entspannungsverhältnis 57:1 statt 40:1, spez. Impuls 444 s statt 433 s u.a.m.) angetriebene Centaur Stufe mußte dabei den 8 s vorzeitigen Brennschluß des Atlas-Marschtriebwerks kompensieren. Die Wiederzündung der Centaur, die das Apogäum auf etwa 380.000 km anheben sollte, mißlang jedoch. 100 %ig konnte die Ursache hierfür nicht ermittelt werden. Sehr wahrscheinlich war es aber während des 25-minütigen antriebslosen Fluges zu einem Leck in zwei kleinen Wasserstoffperoxid Hilfstriebwerke gekommen, die für eine konstante minimale Beschleunigung sorgen sollten, so daß sich die Treibstoffe stets am Tankboden sammelten. H2 O2 wurde jedoch auch zum Starten der Treibstoffpumpen benötigt. Und der Untersuchung zufolge war der Vorrat aufgrund des Lecks soweit geschrumpft, daß beide Pumpen nicht wieder sauber gestartet werden konnten. Da der H2 O2 Vorrat nur mit einer minimalen Reserve kalkuliert worden war, genügte eine an sich unbedeutende Leckage, um die Mission scheitern zu lassen. Und auch für die Existenz einer solchen Undichtigkeit fanden sich bei der Auswertung der Telemetrie Hinweise.
Gemischte Gefühle hinterließ dieser Fehlschlag auch deshalb, weil der eigentlich nicht vorgesehene Test der Wiederzündung extra ins Erprobungsprogramm aufgenommen worden war, um die Zweifel unter Ingenieuren, Wissenschaftlern und Kongreßabgeordneten an der Einsatzreife zu zerstreuen. Hätte der Programmverantwortliche Abraham „Abe“ Silverstein nicht interveniert, wäre bei diesem Start bereits eine teure Surveyor Sonde an Bord gewesen. Einen Monat nach diesem Rückschlag erhielt das NASA Lewis Research Center die Verantwortung für das RL10 Programm vom glücklosen Marshall Space Flight Center übertragen.

