24.05.1966
Einen weiteren Fotoaufklärungssatelliten aus dem CORONA Programm starteten die USA am 24.05.1966 mit einer Thor-SLV2 A Agena-D von der Vandenberg AFB. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger erreichte dieser Satellit problemlos seinen Arbeitsorbit. Doch die Mission selbst verlief nicht ohne technische Probleme. Während das Filmmaterial in der ersten, nach fünf Tagen geborgenen, Landekapsel von durchschnittlicher Qualität war, fehlten bei etwa 200 Aufnahmen in der zweiten Kapsel, die am 04.06.1966 von einem Flugzeug abgefangen worden war, die stellaren Referenzfotos. Ursache war der Objektivverschluß an der Stellarkamera des KeyHole KH-4 A Kamerasystems, der zeitweise in geöffneter Stellung blockiert war. Unabhängig von der Fotoaufklärungsmission lief auf der Agena eine BIT II Mission, die Hinweise auf ein aktives Radar-Tracking des Satelliten durch sowjetische Frühwarn-Radare liefern sollte. Die Indizien hierfür blieben dünn. Stattdessen sammelten die BIT Missionen aber über einen langen Zeitraum eine Fülle von Mustern anderer Signalemitter.

