Die Besatzung der Raumstation Saljut 5, Kommandant
Boris Wolynow und Bordingenieur
Witali Sholobow, erlebten am 17.08.1976 dramatische Stunden, als unvermittelt das Licht an Bord der Station ebenso ausfiel, wie verschiedene Bordsysteme. Alarmsignale ertönten und ließen das Schlimmste befürchten. Immerhin blieb der Druck in der Station stabil, ein Leck war also nicht aufgetreten. Doch unter den zahlreichen ausgefallenen Systemen befanden sich auch das Lebenserhaltungssystem und die Lageregelung. Saljut 5 driftete außerhalb der Kommunikationsreichweite sowjetischer Bodenstationen weitgehend leblos durchs All. Nach einer Bestandsaufnahme der ausgefallenen Systeme begannen Wolynow und Sholobow, diese allmählich wieder hochzufahren. Nach zwei Stunden waren die wichtigsten Anlagen wieder aktiv. Nach diesem Zwischenfall, zwei Tage zuvor hatten die beiden Kosmonauten noch mit Schülern, die im Flugleitzentrum zu Gast waren, geredet, verschlechterte sich der Gesundheitszustand von Sholobow rapide. Offenbar litt er unter Symptomen der Raumkrankheit und ertrug die Isolation an Bord der Raumstation nicht länger. Als die Medikamente aus der Bordapotheke keine Wirkung zeigten, wurde die Mission abgebrochen und die Landung auf den 24.08.1976 vorgezogen.