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06.09.1996 

Satellit vom Typ Inmarsat 3

Einen kommerziellen Start in Eigenregie unternahm das GKNPZ Chrunitschew im Auftrag eines westlichen Kunden am 06.09.1996 mit seiner Proton Rakete. Nach der Gründung der Vermarktungsorganisation Lockheed-​Khrunichev-​Energia International (LKEI) im Jahr 1993 (seit Sommer 1995 International Launch Services) wurden die Startkontrakte nun von der ILS abgewickelt. Doch Starts für russische Staatskonzerne, institutionelle Kunden oder das Militär realisierte der Hersteller der Proton Rakete nach wie vor eigenverantwortlich. Und eben auch den Start von Inmarsat 3 F-​2 , einen Auftrag, den man Anfang 1993 zum Dumpingpreis von 36 Mio. $ (was nicht einmal die Produktions– oder Startkosten deckte) errungen hatte. Der Satellit startete mit einer Proton-​K 8K82 K mit Block-​DM1 11S861 Bugsierstufe vom Kosmodrom Baikonur. Bei Starts mit Atlas-​IIA oder Ariane-​4 waren die Inmarsat 3 Satelliten mit einer Feststoff-​Kickstufe ausgerüstet. Dagegen besorgte die Bugsierstufe der Proton gewöhnlich bei ihren Nutzlasten direkt den Einschuß in den geosynchronen Orbit. So auch bei Inmarsat 3 F-​2 . Für diese spezielle Mission wurde also der Satellit entsprechend modifiziert und auf die Kickstufe verzichtet. Ein angepaßtes Exemplar der bewährten Block-​DM-​2  Beschleunigungsstufe, als Block-​DM1  bezeichnet, brachte mit mehreren Zündungen den Satelliten bis auf den GSO. Inmarsat 3 F-​2  wurde bei 15° West über dem Atlantik stationiert, wo der von Lockheed Martin Telecommunications auf Basis der AS-​4000  Plattform gebaute Satellit die Kommunikation mit mobilen Terminals an Bord von Schiffen und Flugzeugen sicherstellte.

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