Zu einem Weltraumausstieg mit vielfältiger Aufgabenstellung verließen am 03.08.2011 um 14:51 UTC die russischen Kosmonauten Sergej Wolkow und Alexander Samokutjajew die ISS. Erste Aufgabe nach dem Verlassen der Luftschleuse von „Pirs“ war eigentlich das Aussetzen des Amateurfunksatelliten KEDR (alias ARISSAT 1, RadioSkaf V oder RadioSkaf 2). Dabei traten unerwartet Probleme mit dem Ausklappen der Antennen aus, so daß dieser Programmpunkt zunächst zurückgestellt wurde. Weiter ging es mit der Montage des Laser-Kommunikationssystems BTLS-N (russ. БТЛС-Н). Dazu mußten Kabel verlegt und angeschlossen werden sowie Abdeckungen entfernt. Das System sollte einmal die Datenübertragung zum Boden mit bis zu 75 Mbps und in Gegenrichtung 2 Mbps ermöglichen. Als nächstes war eigentlich die Demontage einer Antenne des Kurs Rendezvous-Systems geplant. Aufgrund des bereits eingetretenen Zeitverzugs wurden die beiden Kosmonauten angewiesen, lediglich einige Fotos der Antenne aufzunehmen. Bevor die folgenden zeitaufwendigen Arbeiten angegangen wurden, sollte stattdessen nun aber doch KEDR freigesetzt werden, der zwischenzeitlich in die Luftschleuse zurückgebracht und notdürftig repariert worden war. Das Aussetzen übernahm Wolkow. Nun kam aus dem Kontrollzentrum die neue Anweisung, aus Zeitgründen auf die zentrale Aufgabe der EVA, das Umsetzen eines „Strela“ Auslegers vom „Pirs“ zum „Poisk“ Modul, zu verzichten. Wenigstens sollten jedoch das Biorisk-Experiment und das materialwissenschaftliches Paket SKK gewartet werden. Auch die Demontage der Antennen wurde nun doch noch durchgeführt. Das Außenbordmanöver endete nach 6:23 h.
Nach dem Aussetzen von KEDR (der Satellit, der eigentlich bereits im April 2011 aktiviert werden sollte, trug zu Ehren des 50. Jahrestages des Raumflugs von Juri Gagarin dessen damaliges Rufzeichen), konnten zunächst keine UHF-Signale empfangen werden. Daher vermutete man, daß die Antenne beschädigt worden war. Das erwies sich zum Glück später als Irrtum. Bis unmittelbar vor dem Wiedereintritt in die Atmosphäre (am 04.01.2012) konnten Telemetriedaten empfangen werden. Aber auch Sprachnachrichten waren über den Satelliten übertragen worden und Bildübertragungen nach dem SSTV Verfahren erfolgt.


