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Starlink L19 Start am 16.02.2021

Während SpaceX offenbar noch immer damit beschäftigt war, Probleme mit der Falcon 9 auf LC-​39 A zu beheben, wurde auf SLC-​40  bereits die nächste Starlink 1.0 Mission startklar gemacht. Mission L19 verzögerte sich zwar auch wieder um einige Tage, diesmal aber vor allem angesichts der Wetterprognosen. Speziell auf dem Atlantik waren die Aussichten sehr schlecht und gefährdeten eine sichere Landung des Boosters. Am 16.02.2021 hatten sich die Bedingungen dann endlich spürbar gebessert und erlaubten um 04:00 UTC einen Start. Wieder gelangten sechzig Starlink 1.0 Satelliten für das mobile Internet sicher in den Orbit. Doch mußte man bei anderen Punkten der Mission einen Rückschlag hinnehmen. Die Landung des Boosters, mittlerweile schon ein solches Routinemanöver, daß es kaum noch Aufsehen erregte, schlug fehl. Der Booster stürzte unweit der wartenden OCISLY ins Meer. Und obwohl „GO Ms. Tree“ und „GO Ms. Chief“ mit jeweils einer Hälfte der Nutzlastverkleidung in Port Canaveral einliefen, war die passive Hälfte beim Aufprall auf dem Meer offenbar schwer beschädigt worden. SpaceX blieb eine detaillierte Beschreibung des Fehlerszenarios, das zum Absturz des Boosters geführt hatte, schuldig. Ein Vergleich des Flugprofils von B1059.6 mit dem früherer Starlink Missionen deutete aber auf den Ausfall eines Triebwerks beim Aufstieg hin. Das wurde auch bestätigt. Demnach hatte sich an einer flexiblen Verbindung ein Leck entwickelt, aus dem heißes Gas austrat und zu weiteren Schäden führte. Die Falcon 9 v1.2  war mit ihren neun Erststufen-​Triebwerken konstruktiv allerdings auf einen solchen Triebwerksausfall vorbereitet. Feuer– und explosionsgeschützte Abtrennungen sollten Beschädigungen benachbarter Triebwerke verhinderten. Und der Bordcomputer konnte das Schubregime der restlichen Triebwerke so anpassen, daß das Missionsziel noch erreicht werden konnte. Die genaue Ursache für den fehlgeschlagenen Landeversuch legte SpaceX allerdings nicht dar. Ob das ausgefallene Triebwerk eines der bei Boostback-​, Entry– oder Landing-​Burn involvierten gewesen war oder Schäden an einem anderen Triebwerk oder der zu hohe Treibstoffverbrauch zum Verlust des Boosters geführt hatten, blieb somit offen.