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Donnerstag,

30.03.2017

Nachdem Shane Kimbrough und Thomas Pesquet am 24.03.2017 die Vorbereitungsarbeiten erfolgreich abgeschlossen hatten, wurde der PMA 3 (Pressurized Mating Adapter) am 26.03.2017 robotisch zu seiner neuen Position an der Zenit-​Position des „Harmony“ Moduls umgesetzt. Am 30.03.2017 verließ dann Kimbrough, diemal in Begleitung von Peggy Whitson, erneut die Luftschleuse des „Quest“ Moduls. Am neuen Kopplungspunkt mußten nun wieder die elektrischen Verbindungen zwischen PMA und dem US Verbindungsmodul hergestellt werden. Whitson fiel u.a. die Aufgabe zu, die Abdeckung über dem Kopplungsadapter des PMA zu entfernen und in einer Tasche zu verstauen. Was sich unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit als komplexes Unterfangen erwies. Zeitraubend war auch das Anbringen von Abdeckungen, sogenannten ACBM (Active Common Berthing Mechanism) Shields, zum Schutz vor Mikrometeoriten rund um den Adapter. Dabei unterlief den beiden Astronauten ein Mißgeschick, als eines der vier Schildsegmente unbemerkt davon driftete. In Houston löste das hektische Betriebsamkeit aus. Möglichst noch während der laufenden EVA galt es ein Provisorium zum Schutz des empfindlichen Bereichs des PMA zu finden. Im Stil von Apollo 13 improvisierte man am Boden eine Lösung unter Einsatz der flexiblen PMA Abdeckung, die Astronauten eben erst abgenommen hatten. Die Instruktionen gingen an Kimbrough und Whitson, die sie ohne Schwierigkeiten umsetzen konnten. Wie bei der vorangegangenen EVA gab es noch einige sekundäre Aufgaben. So sollten wieder eine Computer-​Einheit mit neuer Software installiert und ein Ethernet-​Kabel verlegt werden. Nach 7:04 h war das Außenbordmanöver beendet, mit dem Whitson einen neuen Rekord hinsichtlich der Anzahl (acht) und Gesamtdauer (53:22 h) der Außenbordaufenthalte bei den Frauen aufgestellt hatte.