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Donnerstag,

19.12.1968

Mit Kosmos 261, dem „Sputnik der Freunschaft“, startete am 19.12.1968 mit einer Kosmos-​2 11K63 Rakete von Plesetsk erstmals ein Forschungssatellit, der als Gemeinschaftsprogramm verschiedener sozialistischer Staaten entwickelt und vor allem betrieben wurde. Beteiligt waren Wissenschaftler aus der Sowjetunion, Bulgarien, Ungarn, der DDR, Polen, Rumänien und der Tschechoslowakei. Die Forschungen des Satelliten betrafen die atmosphärische Dichte, das Polarlichtphänomen und die sogenannten „Whistler“. Vor allem saisonale Veränderungen der Ionosphäre wurden erfolgreich erforscht. Darüber hinaus erlangte Kosmos 261 aber an Bedeutung als der Beginn einer erfolgreichen internationalen Kooperation. Zunächst beteiligten sich nur ander sozialistische Staaten an dem Programm, später auch z.B. Frankreich und die USA. Grundlage war das 1967 unterzeichnete „Abkommen über die Beteiligung an der Erforschung und Nutzung des Weltraumes mit Hilfe von künstlichen Erdsatelliten zu friedlichen Zwecken“. Der Ministerrat der DDR beispielsweise unterzeichnete am 17.08.1967 den Beschluß über die Beteiligung am „Interkosmos“ Programm.